C = Mehrtagestouren

Fränkische Schweiz - 3 Tages Tour (C)

Fränkische Schweiz - 3 Tages Tour (C) GPS Tour hier!

Elbsandsteingebirge - 5 Tages Tour (C)

Elbsandsteingebirge - 5 Tages Tour (C) Elbsandsteingebirge
ca. 80km, von Lohmen zu den Rammsteinen und zurück.

Hier war ich während der Faschingswoche vom 7.3.-11.3.11 unterwegs.
Die Wege waren teils noch ziemlich stark vereist, die Nächte bis zu -5°C kalt.
Mit 20kg Marschgepäck sollten die Tage zwar anstrengend, aber wieder einfach
toll werden.

Kartenmaterial: Topographische Karte 1:25.000 Nationalpark
Sächsisch-Böhmische Schweiz.


1. Tag:
Vom Parkplatz in Lohmen nähe Pirna über den Uttewalder Grund nach Stadt Wehlen.

In der Stadtmitte von Wehlen rechts der Dorfstraße zum Dorfende folgen.
Am Dorfende geht es im Wald über Treppen bergauf nach Dorf Wehlen.
Die Übernachtungsgaststätte Haus Wehlen im Dorf Wehlen liegt dann links nach ca. 500m. Die Wirtin ist sehr freundlich, die Zimmer sauber und das
Natursteak mit viel Gemüse und Bratkartoffeln in einer Pfanne serviert, kann ich nur empfehlen.

Das Frühstück ist nicht üppig, aber für das Geld durchaus ok.
Wegstrecke: ca. 14km – leicht


2. Tag:
Vom Dorf Wehlen wieder zurück zur Stadt Wehlen, den Malerweg entlang hinauf zum Steinernen Tisch und zur Bastei. Eine geniale Aussicht, allerdings im Sommer wahrscheinlich recht voll. Selbst am Faschingsdienstag waren jede Menge Wanderer und ein französische Schulklasse unterwegs.

Von dort wieder bergab zum Kurort Rathen und über den Füllhölzlweg ins Polenztal. Hier wird es wieder einsamer und stiller. Das Polenztal ist dann das genaue Gegenteil zur Bastei.
Danach steil hinauf nach Hohenstein und weiter zum Campingplatz „Entenfarm“, der ca. 1,5 km ausserhalb liegt. Der Campingplatz ist ausdrücklich zu empfehlen.
Ein reiner Wiesenplatz – für Zelte bestens geeignet.

Auch wenn ich der einzige Gast war (wer geht schon bei Minusgraden und Sturm freiwillig zelten), waren die Duschräume beheizt. Die sanitären Anlagen und auch die freundlichen Betreiber des Zeltplatzes bekommen die Note 1 von mir.

Bei knapp -5°C und heftigen Ostwinden wurde die Nacht doch etwas unruhiger als gedacht. So fühlte sich die Temperatur wesentlich kälter an und am nächsten Morgen hätte ich Rotkäppchen mit den roten Bäckchen durchaus Konkurrenz machen können..:)

Wegstrecke: ca. 15km – mittelschwer

3. Tag:
Von der Entenfarm geht es nach kurzer Asphaltstrecke links auf einem Waldweg der Straße entlang (gelber Strich auf weißem Grund), danach rechts über die Straße und links leicht bergauf zum Brandweg wieder in Richtung Hohnstein, dann links zur Brandstraße, dem Malerweg folgend zur Kohlmühle.

Bei der Kohlmühle links dem Malerweg folgend am Waldrand entlang.

Ich bin dann nach ca. 200m steil bergauf durch den Wald nach Altendorf gewandert. In Altendorf gibt es rechts zum Ortsende hin eine Metzgerei, die nachmittags geöffnet hat und so konnte ich mich für die nächsten Tage mit leckeren Sachen eindecken.

Von Altendorf geht es dann bergab zur Ostrauer Mühle.

Die Ostrauer Mühle ist zwar sehr schön angelegt, die sanitären Anlagen wirklich klasse, die Betreiber freundlich, jedoch ist der Boden für Zelte nicht unbedingt geeignet, da hier sehr steiniger Boden ist, der bei Regen auch noch aufweicht. Normale Heringe haben keine Chance, hier nur ansatzweise das Zelt zu stabilisieren. Also bitte meine Y-Heringe oder dicke Stahlheringe mitnehmen, damit das Zelt abzuspannen ist.

Wegstrecke: ca 12km – leicht/mittelschwer

4. Tag:
Bei der Ostrauer Mühle hatte ich mein Zelt dann zwei Nächte stehen und begab mich am nächsten Tag mit meinem als Daypack umfunktionierten Tourenrucksack auf die Wanderung zu den Rammsteinen, dem Inbegriff der Sächsischen Schweiz.

Und ich tat gut daran, mit wenig Gepäck zu starten, da dieser Tag trotz weniger Gewicht sehr anstrengend werden sollte, da mir die letzten Tage schon in den Beinen steckten.

Hinter der Ostrauer Mühle beginnt links bergauf der Flößersteig, der am Hang entlang durch das Kirnitzschtal führt.
Über den Nassen Grund bergauf zum Aufstieg zur Mittelspitze, der über verschiedene Leitern führt und noch komplett mit Schnee bedeckt und vereist war. Vor dem Aufstieg über die vereisten Leitern traf ich den Nationalpark Ranger Martin Bernd, der mir auf sehr nette Art die ganzen umliegenden Berge erklärte.

Die Schrammsteinaussicht und der Gratweg, der gleichzeitig auch der Malerweg ist, waren jedoch alle Mühen wert. Einfach nur grandios!!!!!
Über den Gratweg zurück zu den Affensteinen und Abstieg zum Dietrichsgrund, wo sich noch ein Abstecher zum Lichtenhainer Wasserfall lohnt.

Dann geht es über den Flößersteig zurück zur Ostrauer Mühle.

Wegstrecke: ca. 16km, mittel/schwer (mit vollem Gepäck)

5. Tag:
Nachdem ich meine tropfnassen Sachen zusammengepackt hatte (es hatte am Vortag über Nacht geregnet, dann gefroren und der Zeltboden war durch Kondenswasser triefend nass) machte ich mich auf den Heimweg.

Hinter der Zeltplatz rechts bergauf Richtung Ostrau, wo man am Eingang von Ostrau noch einen wunderschönen Blick zurück auf die Rammsteine hat, geht es weiter durch den Wolfsgraben nach Bad Schandau. Hier kommt man an verschiedenen Imbissbuden vorbei, die ich links liegen gelassen habe, obwohl der Duft schon sehr verführerisch war.

Also weiter bis nach Prossen.
Am Ortsende leicht bergauf durch den Nationalpark dem Sellnitzgrund folgend bis zur Nordansicht des Liliensteins.

Dann geht es rechts weiter zum Lottersteig, der hier jedoch ein Abstieg zur Elbe war (ich hatte mich sehr gefreut, dass es nicht nochmals bergauf ging).
Danach geht es über einen schönen, weichen, sandigen Weg der Elbe entlang nach Rathen.

Von dort aus über einen leider asphaltierten Weg bis nach Stadt Wehlen und dort bergauf auf einem Sandsteinweg über Dorf Wehlen nach Lohmen, wo das Auto steht.

Wegstrecke: ca. 20km, mittel

Wochenend - Tour in der Rhön (C)

Auf dem Campingplatz in Schachen bei Gersfeld haben wir das Osterwochenende verbracht.
Ein kleiner, terrassenförmig angelegter Campingplatz, wo Kühe fast direkt neben der Zeltwiese stehen und Gemütlichkeit verbreiten.
Die Übernachtung ist insgesamt sehr günstig, die sanitären Anlagen klein, aber sauber.

Allerdings muss man zum Waschen Kleingeld mitnehmen, da für 30 Sek. Warmwasser im Waschraum 5 Cent verlangt werden.
Duschen kostet 50 Cent, wobei hier dann 8 Minuten Zeit sind.
In der Pension gegenüber gibt es für alle, die auf dem Campingplatz übernachten, für 7,50 Euro ein sehr leckeres, reichliches Frühstück.
Wir sind am ersten Tag dann südlich von Wildflecken unterwegs gewesen, wobei wir erst am frühen Nachmittag gestartet sind.
In Oberbach in Richtung Gefäll gefahren und auf halben Weg beim Basaltparkplatz das Auto abgestellt.
Von dort aus Richtung Würzburger Hütte gelaufen und dann den gut gekennzeichneten Kuppenweg gelaufen.
Dieser läuft über Geroda zur Platzer Kuppe, wo man eine super Aussicht über die südliche Rhön hat.
Dann geht es schon wieder zurück Richtung Parkplatz Basalt und dann nochmals bergauf zur Kissinger Hütte,
wo man einen guten Ausblick auf die Schwarzen Berge der Rhön hat.
Gesamtstrecke: 17km, ca. 500 Hm, Schwierigkeit: mittel, Laufzeit: ca. 5 Stunden

Am nächsten Tag sollte dann die etwas anstrengendere Tour auf uns warten.
Auch hier haben wir uns eine Extratour der Rhön ausgesucht:
Die Guckaiseetour: Gesamstrecke: ca. 20km, ca. 800 Hm, Schwierigkeit: mittel, Laufzeit: ca. 6 Stunden
Vom Gersfelder Campingplatz aus links zum Parkplatz auf der Bundesstraße bei Obernhausen.
Von dort aus erst bergab nach Obernhausen und dann bergauf über den Feldberg zur Wasserkuppe,
wobei man auf diesem Weg auch bei der Fuldaquelle vorbeikommt.
Die an Wochenenden viel besuchte Wasserkuppe sollte man allerdings schnell hinter sich lassen,
da hier doch der Tourismus blüht und die gute, mit dem Auto schnell erreichbare Aussicht lockt.
Wenn man Lust hat, kann man hier aber auch mehr Zeit verbringen und in kleinen Läden stöbern,
die neben viel Krimskrams auch sehr schöne Schnitzereien oder gut schmeckende Rhönspezialitäten anbieten.
Hier ist der Rhöner Bauernladen besonders zu empfehlen.
Weiter geht es zu meinem persönlichen Lieblingsplatz der gesamten Rhön: Dem Pferdskopf, der nur aus der Ferne mit
viel Fantasie als solcher auch erkannt werden kann.
Kurzer Anstieg zu einem kleinen Plateau mit einer wunderschönen Rundumsicht, wie sie besser nicht sein kann.
Danach geht es steil bergab bis in Tal zum Guckaisee, wo man sich vor dem nächsten steilen Anstieg nochmals
versorgen und/oder eine Pause einlegen kann.
Wenn man den letzten Anstieg hinter sich gebracht hat, warten nur noch knapp 2km entspannte Wegstrecke auf uns.

Kartenmaterial: Fritsch Wanderkarte, Rhön, Nr. 68